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März im Hühnerstall - Frühlingstipps zur Hühnerhaltung



Endlich beginnt ganz langsam der Frühling... Deine Hühner freuen sich über frische Snacks und die ersten warmen Tage im Auslauf. Für dich ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um die Jahresbepflanzung zu planen und umzusetzen. Woran du dabei denken und warum du Stall und Auslauf auf Sicherheit prüfen solltest und was zu beachten ist, wenn du überlegst eigene Küken auszubrüten, liest du in diesem Artikel.



Inhaltsverzeichnis


Hühnerauslauf sichern und Bepflanzung planen

Im März gibt es für unsere Hühner draußen nach dem langen Winter viel zu entdecken! Endlich können sie wieder ausgiebig im Auslauf picken und scharren. Dabei solltest du zum einen die Sicherheit deiner Hühner prüfen, zum anderen gilt es für Abwechslung und gesunde Ernährung zu sorgen. Mit ein paar einfachen Tipps und etwas Planung wird dein Hühnerauslauf zu einem echten Highlight für deine Hühner.


Sichere deine Hühner gegen Eindringlinge

Überprüfe jetzt unbedingt Stall und Auslauf auf undichte Stellen! Je nach Wetterlage kann der Winter für Raubwild und Schadnager langsam lang werden. Sie suchen dann bequeme Beute oder siedeln sich dort an, wo sie leicht an Nahrung kommen.


Kontrolliere deshalb Drähte, Zäune und Stallzugänge sorgfältig und stelle gegebenenfalls Fallen auf. Lagere Futter immer geschlossen und sauber.


Plane im März die Bepflanzung für den Hühnerauslauf

Der Frühling steht vor der Tür und es ist an der Zeit, den Auslauf für deine Hühner vorzubereiten. Ein gut gestaltetes Gehege sorgt nicht nur für Schatten und Unterschlupfmöglichkeiten im Sommer. Es bietet auch Abwechslung und reichlich Platz zum Herumlaufen und Scharren.


Denke beim Planen und Gestalten auch an Aufsitzmöglichkeiten und - bei Bedarf - Abgrenzungen. Bedenke, dass Hühner gerne scharren und dabei kahle Bereiche hinterlassen. Plane solche Stellen gezielt ein und lass sie frei. Hier sollte der Boden locker sein und zum Scharren oder sandbaden einladen.


Bepflanz deinen Hühnerauslauf am besten mit robusten Pflanzen. Dazu zählen unter anderem Gräser und Sträucher, die den Hühnern Schatten spenden und als Futterquelle dienen können. Blaubeere, Haselnuss, Himbeeren, Weißdorn, Weidensträucher befinden sich z.B. in meinem Auslauf bzw. werden bald dort noch angepflanzt.


Außerhalb des Hühnerauslaufs bietet sich der März an, um schnell wachsendes Gemüse wie Salat, Spinat oder Möhren nicht nur für dich sondern, wenn du magst auch für die Hühner zu säen. So erntest du das Gemüse nach und nach frisch. Perfekt. Es enthält viele Vitamine und fördert die Verdauungstätigkeit deiner Hühner.


Übrigens: Plane am Besten gut voraus: Für den Herbst empfehle ich, nahrhafte, ölreiche Saaten wie Sonnenblumen anzupflanzen. Die kannst du im Herbst gut lagern, entschalen und bis in den Winter hinein verfüttern.


Mein Ernährungstipp für den März

Im März empfehle ich dir Muschelkalk und eiweißreiche Futterergänzer. Die Tage werden nun wieder deutlich länger, sodass deine Hennen die Eiproduktion hochfahren. In dieser Übergangsphase ist eine sinnvolle Unterstützung wichtig.


  • Unterstütze deine Tiere jetzt mit eiweißreichen Futterergänzern wie z.B. Soldatenfliegenlarven. Sie werden im Vergleich zu Mehlwürmern in Deutschland produziert und enthalten zudem auch mehr Calcium, das den Hühnern zum Aufbau einer festen Eischale dient.

  • Biete für eine gute Schalenqualität außerdem Muschelkalk an. Er ist eine natürliche Quelle für Kalzium und Mineralien. Du kannst ihn in einer separaten Schale anbieten.


Der Grund: Durch einen Mangel an Mineralstoffen entstehen häufig zu dünne Eierschalen. Die Henne bekommt nicht genügend Calcium oder Phosphor, um eine normal dicke Schale zu bilden. Diese Eier zerbrechen nach dem Legen leicht und die Henne bekommt die Chance, den Inhalt zu probieren. Dabei lernt sie, dass Eier schmecken und sie durch Bepicken der Schale an den Inhalt herankommt.

Nach dieser Erfahrung kann es sein, dass sie auch normal entwickelte Eischalen aufpickt, um an das Innere zu gelangen. Hört sich an wie eine merkwürdige Kettenreaktion?! … ist es auch und du kannst mir glauben, das kommt nicht gerade selten vor und bringt ne Menge Stress für Huhn und Halter in Form von Dysbakteriose im Darm, Durchfällen und natürlich fehlenden Eiern.


Du möchtest eigene Küken ausbrüten?

Wenn du Küken selbst ausbrüten und in deinem Garten halten möchtest, ist jetzt die richtige Zeit, Bruteier auszuwählen. Informiere dich dazu gründlich. Bedenke, dass Küken in den ersten Wochen viel Aufmerksamkeit benötigen! Außerdem schlüpfen natürlich nicht nur Hennen, die du später einfach in deine Gruppe integrierst, sondern es sind meistens auch mehrere Hähne dabei.

In einer Hühnerscharr duldet der Hahn spätestens wenn er 2 Jahre alt ist meist keinen anderen Hahn. Früher oder später werden sich die Hähne in schweren Hahnenkämpfen überfallen und nicht selten entstehen schwere Verletzungen. Also überlege dir am Besten schon bevor du die Küken ausbrütest, was mit den Hähnen passieren soll.

So sparst du dir auch an dieser Stelle eine Menge Ärger und Aufregung mit den Hühnern.


In der Rassegeflügelzucht sind viele Küken bereits geschlüpft. Für Anfänger und Selbstversorger empfehle ich allerdings, witterungsbedingt erst jetzt zu starten. So erleichterst du es dir bei deiner ersten Brut, da das Wetter deutlich milder ist und die Küken grundsätzlich in den ersten Wochen sehr wärmebedürftig sind.


Alles zum Thema Küken halten und füttern findest du übrigens hier: Küken richtig füttern und versorgen


Mein Fazit zum Frühlingsbeginn mit Hühnern

Im März werden die Tage spürbar länger und die Sonne wärmt. Jetzt macht es wieder richtig Spaß, draußen im Garten zu wühlen. Das gilt ebenso für deine Hühner.

Nun ist also die perfekte Zeit, um deinen Hühnerauslauf neu anzulegen. Plane die Bepflanzung so, dass sie bis in den Herbst für deine Tiere einen Mehrwert hat. Im Sommer sollten Sträucher Schatten spenden, im nassen Herbst Unterschlupf bieten. Über das Jahr sollten deine Hühner stets Platz zum ausgiebigen Scharren haben und zudem gesunde Leckereien zum Knabbern finden.

Ich wünsche dir viel Freude bei der Gestaltung deines Hühnerauslaufs für das Jahr.


Achtung: Je nach Witterung wollen nun Raubwild und Schadnager herein! Du solltest deshalb unbedingt überprüfen, ob Stall und Auslauf nach dem langen Winter noch dicht sind.


Deine Hennen fahren zudem im März die Eiproduktion mit der steigenden Tageslänge hoch. Füttere deshalb idealerweise Muschelkalk und Eiweiß zu, um sie zu unterstützen. Zu dünne Eier können Probleme wie Eierfressen nach sich ziehen. Dies gilt es zu vermeiden.



Zur Vorbeugung und Gesunderhaltung deiner Hühner findest du übrigens auch in meinem neuen Onlineshop alle sinnvollen Produkte, die ich entweder selbst zusammengestellt habe oder selbst bei meinen eigenen Hühnern verwende. Schau gerne mal vorbei >>> Onlineshop



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